MTV sichert Mobilität trotz Coronavirus

Vorgaben des Landes Hessen, Maßnahmen der MTV

In seiner aktuellen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung hat das Land Hessen neue Inzidenz-Schwellenwerte aus der am 23. Mai 2021 in Kraft getretenen „Bundes-Notbremse“ aufgegriffen. Mit Überschreiten oder Unterschreiten der maßgeblichen Schwellenwerte in den Landkreisen und kreisfreien Städten treten festgelegte Regelungen in Kraft.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske (oder vergleichbar) für alle Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Eine medizinische Maske (OP-Maske) reicht dann nicht mehr aus. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren sowie Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.

Trotz aktuell sinkenden Inzidenzwerten muss im ÖPNV eine medizinische Maske, OP-Maske, FFP2-Maske oder eine gleichwertige Maske getragen werden. Dies gilt in allen Bussen und Bahnen sowie an allen Bushaltestellen und Bahnhöfen. Wegen ihrer hohen Schutzwirkung werden Atemschutzmasken des FFP2-Standards empfohlen.

Der generell vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen wird zwar angestrebt, ist im ÖPNV aber weiterhin nicht verpflichtend, weil er insbesondere beim Ein- und Ausstieg sowie in den Fahrzeugen nicht praktikabel ist.

Sicherung der Mobilität

Nach Inkrafttreten der bundesweiten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen am 12. März 2020 hatte sich die MTV bewusst gegen stärkere Fahrplanreduzierungen und für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Fahrtangebots nach Normalfahrplan entschieden. Damit war die Mobilität im Main-Taunus-Kreis weiterhin gesichert.

Verkehr wieder im Regelbetrieb

Nach Beendigung der starken Beschränkungen während des ersten sogenannten Lockdowns verkehren seit Ende April 2020 alle Buslinien der MTV wieder nach Regelfahrplan. Seit dem 4. Mai für den Publikumsverkehr wieder geöffnet haben auch die MTV-Mobilitätszentrale am Bahnhof in Hofheim und die Geschäftsstelle der MTV, die zuvor einige Wochen geschlossen waren.

Das Einsteigen in die Busse durch die vordere Tür ist seit Ende August 2020 wieder möglich, nachdem diese Tür zuzüglich eines durch Absperrung erweiterten Sicherungsbereichs zum Schutz des Fahrpersonals zuvor geschlossen war. Voraussetzung für den Wiedereinstieg vorne war die Ausrüstung der Busse mit sogenannten Fahrertrennscheiben. Damit können in den Bussen auch wieder Fahrscheine verkauft werden. Nun sind die Fahrgäste wieder aufgefordert, durch die Tür beim Fahrer in den Bus einzusteigen und ihren gültigen Fahrschein vorzeigen. Die hinteren Türen sind nur noch zum Ausstieg vorgesehen, um ein reibungsloses Ein- und Aussteigen zu gewährleisten. Ausgenommen von der Regelung sind mobilitätseingeschränkte Personen sowie Personen mit Kinderwagen, Fahrrad oder sehr viel bzw. sperrigem Gepäck.

Besonders aufmerksam prüft die MTV die Kapazitäten auf den Buslinien mit integriertem Schülerverkehr. Hierzu sind eigene und externe Qualitätsprüfer im Einsatz. Außerdem informieren auch die Verkehrsunternehmen selbst die MTV über etwaige Kapazitätsengpässe. Zwischen den Herbst- und den Winterferien 2020 bediente die MTV stärker ausgelastete Strecken mit zusätzlichen Bussen. Diese Maßnahme sollte vor allem Schülern und Pendlern die Möglichkeit geben, einen größeren Abstand zueinander zu halten. Zusätzlich wurden im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit der Polizei bzw. dem zuständigen Ordnungsamt gemeinsame Fahrschein- und Maskenkontrollen in Bussen und an Haltestellen im Main-Taunus-Kreis durchgeführt.

Im Anschluss an die Winterferien 2020/21 waren die Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse (mit Ausnahme der Abschlussjahrgänge) erneut im Distanzunterricht, später auch im Wechselunterricht. Dabei ging der Regelverkehr ungeachtet des Lockdowns weiter.

Seit Wiederaufnahme des regulären Präsenzunterrichts werden erneut einige Fahrten im Schülerverkehr durch Zusatzbusse entlastet. Ab Montag, den 07. Juni 2021 betrifft dies zunächst Fahrten der Buslinien 809 und 817.

Linienverkehr zum Impfzentrum des MTK

Das sogenannte Corona-Impfzentrum des Main-Taunus-Kreises im Hattersheimer Kastengrund nahm zum 9. Februar 2021 den Betrieb auf. Parallel zur Ausweitung der Arbeitszeiten des Impfzentrums erfolgte eine Ausweitung des Fahrtenangebots der dort verkehrenden Buslinie 821 in mehreren Schritten. So verkehrt seit dem 28. März 2021 die Linie sogar auch an Sonntagen stündlich von früh morgens bis in den Abend. Auch hier wird die Auslastung der Fahrzeuge aufmerksam verfolgt, um bei Bedarf weitere Fahrten einzurichten.

Infektionsgefahr im ÖPNV nicht höher als im Individualverkehr

Die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist im Vergleich zum Individualverkehr nicht mit dem höheren Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt aktuell eine Studie der Berliner Charité im Auftrag der Bundesländer und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen. Im Rahmen der Untersuchung wurden im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds 681 Fahrgäste im Alter von 16 bis 65 Jahren fünf Wochen lang begleitet. Die Studienergebnisse belegen, dass die Menschen wieder mit einem besseren Gefühl und auf einer gesicherten Faktengrundlage in Bus und Bahn einsteigen können.

Umfangreiche Kommunikation erforderlich

Seit Beginn der Krise informiert die MTV über die jeweiligen Maßnahmen im ÖPNV und weist mit Aushängen an Haltestellen, Plakaten in den Bussen und einem Informationsflyer für die Fahrgäste auf die aktuell geltenden Regeln und die sogenannte Maskenpflicht hin. Stets aktuell sind auch die Informationen auf den Social-Media-Kanälen der MTV.

Ratschläge und Handlungsempfehlungen gibt es auch für das Fahrpersonal, mit dem Ziel, das Ansteckungsrisiko für Fahrgäste, Fahrerinnen und Fahrer zu minimieren. Dabei hängen die Maßnahmen vom weiteren Pandemie-Verlauf ab. Insgesamt ermutigend kann die MTV feststellen, dass sich die Fahrgäste kooperativ und rücksichtsvoll verhalten und in den allermeisten Fällen auch eine medizinische Maske tragen. Damit fällt die bisherige Bilanz positiv aus. Dies gilt es jedoch zu sichern. Und so bleibt die MTV weiterhin engagiert aktiv für einen möglichst ansteckungsfreien ÖPNV.